Eisstocksport    

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Eisstocksport, was ist das?
Es ist ein Sport, der mit einem zum Gleiten gebrachten ca. 5 kg schweren Eisstock auf
Eis oder anderen Bahnen, wie Asphalt oder Kunststoff, betrieben wird.
Der Sport wird in 3 Disziplinen von sportlich Interessierten jeglichen Alters
und beiderlei Geschlechts ausgeübt.
Der Eisstocksport wird als Mannschaftsspiel sowie als Einzelwettkampf im Ziel- und
Weitenwettbewerb, jeweils mit Mannschaftswertung, betrieben.
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  Vereinfachte Regeln Mannschaftsspiel    
  Das EISSTOCKSPIEL ist ein Wettbewerb von jeweils 2 Mannschaften gegeneinander,  
  bei dem es um die Beststellung ( kürzeste Entfernung ) der Stöcke der eigenen Mann-  
  schaft zum Ziel geht.  
  Das Ziel, die "Daube" ( kreisrunde Hartgummischeibe mit 12 cm Durchmesser ) ist ein  
  im Zielfeld beweglicher Zielgegenstand.  
  Das ZIELFELD misst 3 mal 6 Meter und ist ca. 25 Meter vom Abspielpunkt des Spielers  
  entfernt. Wird die Daube aus dem Zielfeld gespielt, wird sie wieder auf das Mittelkreuz  
  des Zielfeldes gelegt, auf dem sie zu Beginn des Spiels und jeder KEHRE des Spiels zu  
  liegen hat. ( KEHRE = Teilabschnitt des Spiels ).  
  Das Bestreben, mit dem eigenen Stock möglichst nahe an der Daube zu stehen, kann  
  erreicht werden, indem man versucht, seinen Stock näher zur Daube zu spielen als der  
  Gegner, den gegnerischen Stock wegzuspielen oder die Lage der Daube mit dem ge-  
  spielten Stock durch Bewegen im Zielfeld günstig zu verändern.  
  Eine Mannschaft besteht aus 4 Spielern, von denen jeder pro Kehre einen Versuch mit  
  seinem Eisstock von der Abspielstelle ohne Anlauf in das Zielfeld abgeben muss.  
           Ein Spiel hat 6 Kehren, die jeweils beendet sind, wenn beide Mannschaften in  
  einer Spielrichtung alle Stöcke gespielt haben und das Ergebnis von den Spielführern  
  festgestellt ist.  
  Zum Spiel werden die Kehren von den Spielführern der Mannschaften "MOAR" ange-  
  spielt. Die Spielführer gehen dann zum Zielfeld und leiten das weitere Spiel ihrer Mann-  
  schaft. Eine Mannschaft spielt die 1. Kehre an, dann die 3. und 5., während die gegner-   
  ische Mannschaft die 2., 4. und 6. Kehre anspielt. Hat ein Stock der anspielenden Mann-  
  schaft das Zielfeld erreicht und bleibt in diesem stehen, dann wird von der gegnerischen  
  Mannschaft nachgespielt. In der Folge muss dann eine Mannschaft solange nachspielen,  
  bis die Beststellung eines ihrer Stöcke zur Daube erreicht ist.  
  Gleiche Entfernung gegnerischer Stöcke zur Daube gibt noch keine Beststellung und gilt  
  bei Kehrenende als unentschieden. Wenn ein Spieler so spielt, dass alle Stöcke das Ziel-  
  feld verlassen, muss ein Spieler seiner Mannschaft nachspielen.  
  Jede Mannschaft muss bemüht sein, zumindest einen eigenen Stock am nahesten an der  
  Zieldaube zu platzieren. Für ein besseres Ergebnis ist es aber nötig, dass nach Beendigung  
  der Kehre zwei, drei oder gar alle vier Stöcke der eigenen Mannschaft näher zur Daube  
  stehen, als der beststehende Stock des Gegners. Nur dann werden sie mit Punkten be-  
  wertet.  
  Zur Wertung zählt der, der Daube nächststehende Stock 3 Punkte. Jeder weitere Stock   
  der gleichen Mannschaft, der ebenfalls näher zur Daube steht als der beststehende Stock  
  des Gegners, erhält 2 weitere Punkte. Insgesamt sind also von einer Mannschaft pro Kehre  
  maximal 3+2+2+2=9 Punkte zu erzielen. Bei gleicher Entfernung gegnerischer Stöcke zur  
  Daube werden für diese keine Punkte vergeben. Der Spielsieger ist die Mannschaft, die  
  in den 6 Kehren die höhere Stockpunktsumme erreicht. Bei gleicher Stockpunktsumme  
  beider Mannschaften endet das Spiel unentschieden.  
     
  Vereinfachte Regeln Zielwettbewerb      
  Der Zielwettbewerb ist ein Einzelwettbewerb, bei dem der Spieler mit 24 konzentriert abge-  
  gebenen Versuchen in das Zielfeld bestimmte Aufgaben mit dem von ihm gespielten Stock  
  zu erfüllen hat. Der Sportler steht dabei auf der Abspielstelle, die sich je nach Aufgabe, etwa   
  25 bis 29 Meter vom Ziel entfernt befindet. 

 
Zu erfüllen sind folgende Aufgaben:
  1. Durchgang: 6 Versuche auf eine in der Mitte des Zielfeldes markierte Ringscheibe.  
  2. Durchgang: 6 Versuche auf einen an verschiedenen vorgegebenen Positionen platzierten Zielstock.  
  3. Durchgang: 6 Versuche auf in den hinteren Ecken des Zielfeldes markierte Ringscheiben.  
  4. Durchgang: 6 Kombinationsversuche mit bestimmter Aufgabenstellung.  
  Die einzelnen Versuche werden je nach Aufgabe mit   
unterschiedlicher Anzahl von Punkten bewertet. 
  Maximal sind 240 Punkte zu erreichen.  
Viel Gefühl, genaues anvisieren und präzises Spiel 
  sind zur Erfüllung dieser Aufgaben erforderlich.   
Der internationale Rekord liegt derzeit im Herrenbereich
  bei 214 Punkten, während bei den Damen 200 Punkte erzielt wurden.  
       
  Vereinfachte Regeln Weitenwettbewerb    
  Der Weitenwettbewerb ist ebenfalls ein Wettbewerb von Einzelspielern, jedoch geht es um  
  den weitesten Versuch. Während es im Mannschafts-  
  bzw. Zielwettbewerb hauptsächlich auf Genauigkeit,  
  Geschicklichkeit und Taktik ankommt, sind im Weiten-  
  wettbewerb Schnelligkeit, Kraft und Technik gefragt.  
  Jeder Sportler hat fünf Versuche, von denen die beiden  
  besten in die Wertung kommen. Es spielen alle Sportler  
  mit derselben Laufsohle. Die Bahn, deren Breite an der   
  Abspielstelle 4 m beträgt und bei 300 m eine Breite von  
  16 m hat, kann unter Beibehaltung des Winkels beliebig  
  lang sein. Der derzeitige Weltrekord liegt bei 566 m.  
  Verlässt ein Stock die Bahn, wird der Versuch nur bis  
  zu dem Punkt gemessen, an dem die Spielbahn verlassen  
  wurde. Beim Abspiel steht der Sportler in der Mitte des  
  Halbkreises auf einer Standvorrichtung. Nach dem Ver-  
  such kann der Sportler bis zur 7 m-Linie auslaufen, um  
  den Schwung abzubauen. In der Praxis erweist sich   
  dieser Raum häufig als zu gering, so dass der Versuch als ungültig gewertet werden muss.  
     
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