Eisstocksport Aktuell

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Die Weltelite im Eisstocksport zu Gast

 in Neumünster

Spitzeneisstocksport in Schleswig-Holstein

oder von der Sur Arena an die Nordseeküste.

Zwischen dem 20. Juni und 25. Juni weilten die deutschen Spitzeneisstocksportler Rosemarie Plendl, Marion Eichinger, Christian Mader und Alois Ertel auf Einladung des Landeseissportverband im mittelholsteinischen Neumünster. Bei drei Trainingseinheiten auf den Bahnen des PSV Neumünster versuchte das Quartet den "Nordlichtern" die Feinheiten des Eisstocksports nahe zu bringen.

Nach der Kontaktaufnahme mit Christian am Rande der Deutschen Meisterschaften in Schweinfurt folgten noch zwei Telefonate und ein paar Mails, dann kam von Christian die Antwort "Ja, wir kommen".

 

Nach der Ankunft am Montag folgte noch ein Grillabend mit dem "Organisationsteam" zu einem ersten kennen lernen. Hier kam dann zu späterer Stunde die Frage: "Wann wird es denn hier dunkel?" Antwort: "In diesen Tagen fast gar nicht."

Am Dienstag folgten nach einer ersten Visite auf der Kieler Woche sowie einem Besuch des Marieehrenmals in Laboe, bei dem sich die Vier im wahrsten Sinne des Wortes einen Überblick über das Land zwischen den Meeren verschafften, ab 17:00 Uhr die ersten Probeschüsse. Nach wenigen Schüssen traf Alois die Feststellung "So eine strenge Bahn gibt es in ganz Bayern nicht". Das Training, zu dem alle (vier) Vereine des LEV Schleswig-Holstein eingeladen waren, begann dann ab 18:00 Uhr. Etwa. 30 Sportler aller Vereine und aller Altersgruppen nahmen am ersten Tag die Gelegenheit, den "Stars" über die Schulter zu schauen, wahr. In vier etwa gleich große Gruppen aufgeteilt, folgte erst einmal ein Vorspielen der "Nordelite". Hierbei kamen dann nach und nach immer mehr Tipps und Korrekturen durch unsere Spezialisten. Nach 11/2 Stunden Techniktraining bei glühender Hitze, dann noch zwei, drei Spiele bei denen Christian auf der Bahn 1 jedes Spiel verlor (Er hat bei jeder Mannschaft jeweils einen Versuch abgegeben). Die örtliche Presse bekundete bereits am ersten Abend reges Interesse an dem Ereignis, von dem am Donnerstag ein ausführlicher Bericht erfolgte. Besonderes wurde hier natürlich das "wappln" gewürdigt. Nach dem anschließenden Flüssigkeitsausgleich im Vereinsheim, um der Gefahr des Dehydrierens vorzubeugen, wurde dann der erste Trainingabend abgeschlossen.

Am nächsten Tag folgten dann für das Trainerquartet erst einmal Shopping- und Fahrradtouren um sich von den Strapazen des Vorabends zu erholen, bevor es am Abend, mit zum Teil anderer Beteiligung, wieder zur Sache ging. An diesem Abend war etwas weniger Masse, dafür aber mehr Klasse auf den Trainingsbahnen vertreten, aber auch hier war noch einiges zu verbessern.

Der Donnerstag war als komplett trainingsfreier Tag deklariert, also die beste Gelegenheit an die Nordsee zu fahren und das Wasser zu vertreiben, auch Beobachtung von Ebbe und Flut genannt, sowie eine Wattwanderung zu unternehmen. Die nötigen Fachkenntnisse wurden zuvor noch in einem Infozentrum über das Wattenmeer erworben. Was dann ja auch zu einem vollen Erfolg wurde....... .

Das Freitagstraining wurde dann zunächst einmal zu einem Medienereignis, die zweite Tageszeitung am Ort wollte der Konkurrenz natürlich nicht nachstehen und schickte seinen Sportreporter auf die Asphaltbahnen an der Stettiner Strasse. Damit nicht genug, auch der Norddeutsche Rundfunk hatte sich an diesem Tag für eine Hörfunkreportage angesagt. Dem geordneten Trainingsbetrieb tat dies natürlich nicht gut, da sowohl unsere Welt- und Europameister als auch der Landesobmann durch die Medienvertreter in Anspruch genommen wurden. Aber auch diese "Probleme" wurden gemeistert, so dass die 20 anwesenden Eisstocksportler auch hier wiederum vom Fachwissen des Trainerteams profitieren konnten.

Nach dem Training war dann gleich der Aufbruch ins Quartier zu Elli angesagt, hier erfolgte noch eine kleine Abschiedsfeier, bei der auch bereits ein erstes Resümee gezogen werden konnte. Das Fazit konnte nur lauten, Wetter klasse, Training klasse, persönliches Miteinander klasse, also eine absolut gelungene Veranstaltung, die nach Wiederholung schreit und wer nicht dabei war, hat etwas verpasst.

 

 

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